Breaking financial habits
Geld im Urlaub
5 Gründe warum wir im Urlaub andere Gewohnheiten haben

Andere Umgebung andere Gewohnheiten

Urlaub ist eine der begehrtesten Zeiten im ganzen Jahr für die Familie. Endlich raus aus dem Alltag, raus aus den ganzen familiären Routinen und Gewohnheiten. Keine Arbeit. Keine Verpflichtungen. Kein frühes Aufstehen. Keine Kinder wecken. Einfach mal Abhängen wie ein reifer Apfel am Baum.

Der traditionelle Tapetenwechsel ist wie eine Auszeit aus dem eigenen persönlichen und familiären Leben. Jeder möchte seinen Akku wieder mit neuen Eindrücken aufladen und den Alltag hinter sich lassen.

Das interessante ist, das wir im Urlaub auf die neue Umgebung auch anders reagieren. Vor allem finanziell.

Andere Gewohnheiten im Urlaub

1. Ausnahme bestätigen die Regel

Wo wir noch zu Hause knuspern und knausern, ob wir die ein oder andere Sache auch wirklich kaufen sollen, sind wir im Urlaub deutlich ausgabefreudiger. Hier machen wir doch alle gerne die Ausnahme zur Regel. Unbewusst verlassen wir so aktiv unsere einprägte Gewohnheitsschleife und probieren Neues aus. Im Urlaub fällt es uns einfach leichter unserer finanziellen Komfortzone zu verlassen.

2. Kaufverhalten

Im Urlaub sehen wir uns neuen interessanten Reizen ausgesetzt. Sei es das frische regionale Obst des Straßenverkäufers, der lässige örtliche Kleidungsstil, irgendwelche Fun-Gadgets, die wir auch nur für diesen Urlaub benötigen oder allgemein gesehen das bestehende länderspezifische Preissegment.

All das sind tendenziell individuelle Reize, auf die wir reagieren. Wir sind für diese Reize sehr offen eingestellt bzw. interpretieren sie nicht so, als wären wir zu Hause in unserem gewohnten Umfeld und dies hat Einfluss auf unser Kaufverhalten.

 

Habt ihr nicht auch schon mal, bei einem ungeheuer günstigen Angebot eines Strandverkäufers zugeschlagen?

Habt ihr euch nicht auch schon mal mit Kleidung eingedeckt, weil sie vor Ort günstiger war als zu Hause?

Habt ihr nicht auch schon mal ein Urlaubsgadget erworben, dass nur für diesen Urlaub seine Existenz hatte?

Habt ihr nicht auch schon mal, etwas gekauft und der Preis war euch egal, weil ihr es jetzt und hier im Urlaub haben wolltet?

 

Selbstverständlich spielt es eine Rolle, ob der Urlaub in einem Land genossen wird, indem durch den Euro eine größere Kaufkraft generiert werden kann oder nicht.

Nichtsdestotrotz sind die örtlichen Speisen und Getränke, für die wir hier meist tiefer in die Tasche greifen, vor Ort gefühlt immer ein Schnäppchen.

3. Neuer Blickwinkel

Durch die neue Umgebung gewinnen wir tagtäglich hunderte neue Eindrücke und haben meist sogar die Möglichkeit die Lebensphilosophie der „Locals“ kennen zu lernen.

Diese Perspektive öffnet unsere Gedankenwelt und macht uns anfälliger für neue Reize.

Wir fangen allmählich an, uns auf unsere Umgebung einzulassen und sehen das hiesige Leben als Entspannung zu unserem normalen Leben zu Hause an, auch wenn es anstrengend ist.

Und da wir Menschen immer neugierig sind, allem voran die Kinder, geben wir im Urlaub eher unsere angeborene Neugierde nach und suchen nach neuen Erfahrungen und da spielt das Geld eher eine nebensächliche Rolle.

4. Gedanklich im Auszeitmodus

Im Urlaub befinden wir uns bzw. sollten es, gedanklich weit weg von unserem typischen Leben und unseren alltäglichen Sorgen und Gedanken.

Keiner muss pünktlich in seinem Job sein oder die Kinder pünktlich irgendwo hinbringen. Für das Essen ist in den meisten Fällen auch schon gesorgt. Und die Schlafenszeit wird auch nicht so eng genommen.

Daher sind wir in einem Modus angekommen, indem wir gefühlt mehr Zeit zur Verfügung haben, und zwar für Dinge, die wir gerne tun.

Und eine Familie verbringt, wir gehen mal davon aus, gerne Zeit zusammen. Jeder kann auf seine Kosten kommen. Drei Eis am Tag? Gerne doch! Noch 2 Cocktails an der Strandbar? Sicher doch? Ein Ausflug zu Sehenswürdigkeiten? Wir sind dabei. Ein Wellenessprogramm? Muss sein…. usw.

Wir leben entschleunigt und lassen es uns gut gehen.

Eis essen, Eis

5. Belohnung

Ein Urlaub mit der Familie bringt einigen organisatorischen Aufwand mit sich (Der Dank geht an meine Frau!). Wie groß der genau ist… weiß ich ehrlich gesagt auch nicht, wenn es losgeht, bin ich auf jeden Fall mit dabei! So war es bisher …

Viel Zeit wird in die Planung gesteckt. Wann geht es Wo und Wie lange hin. Wieviel darf es oder kostet es. Wie kommen wir mit was dorthin und wieder zurück? Welche Möglichkeiten bieten sich vor Ort an?

Ein weiterer Faktor ist natürlich, ab wann man sich mit dieser Thematik beschäftig. Frühbucher? Last Minute?

Woher wird das Geld für den Urlaub zusammen gespart?

All das sind Dinge, um die sich gekümmert werden sollte. Alles auf den Fokus, eine schöne gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen.

Gemäß der Gewohnheitsschleife nehmen wir uns im Urlaub die Zeit ihn auch zu genießen. Wir freuen uns darauf später ins Bett zu gehen und später aufstehen zu dürfen. Wir freuen uns, dass der „Haushalt“ teilweise von anderen geregelt wird. Wir erfreuen uns an neuen Eindrücken, durch die wir die Welt besser verstehen lernen.

Wir habe Freude daran unser Geld auszugeben, da wir es als Investition in unsere gemeinsame Zeit sehen. Wann hat man denn nochmal die Möglichkeit diese Chancen zu bekommen?

Es ist die Belohnung für all unsere Arbeit im Jahr als Familie und diese Belohnung genießen wir und nutzen die Zeit intensiv gemeinsam. Auf den ein oder anderen Euro kommt es da nicht mehr drauf an. Im Vordergrund steht die Zeit mit der Familie, die wir mit schönen Ereignissen füllen.

Was ist schon ein Euro im Vergleich zu einem Moment, der einen für den Rest des Lebens positiv prägen kann.

Fazit

Im Urlaub leben wir in einer anderen Welt, physisch, gedanklich und auch finanziell. Im Vordergrund steht es, die Zeit mit intensiven Erlebnissen zu füllen und das ist auch gut so. Es fällt uns einfacher die Regeln und Gewohnheiten zu brechen und mit neuen Impulsen nach Hause zu kommen. Und die Erfahrungen typische Gewohnheiten zu ändern, kann einen positiven Effekt auf bestehende Gewohnheiten haben.

Daher kann es von Vorteil sein, wenn die eigenen Gewohnheiten geändert werden möchten, dass der Kontext zur Gewohnheit geändert wird.

Unsere Gewohnheitsschleife

(nach dem Schema von Charles Duhigg)

Unser Auslösereiz ist eine spezifische Urlaubssituation, das typisch lokale Essen, schöne Plätze / Sehenswürdigkeiten oder eine spontane Idee vor Ort. Wir haben das Verlangen nach gemeinsamer Zeit gepaart mit neuen Erlebnissen die wir nur vor Ort haben können. Dafür geben wir gerne unsere gesparten 5er aus. Unsere Belohnung ist die gemeinsame Zeit als Familie und unvergesslichen Momenten.

Was sind eure finanziellen Gewohnheiten / Verhaltensweisen im Urlaub?

Knausern oder das Leben genießen?

 

Schreibt uns gerne euer finanzielle Gewohnheit in die Kommentare.

Gewöhn‘ dich an ein besseres Leben 

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Eure Breaking Family

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